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Halali - oder der Schuss ins Brötchen (TV-Satire)

Der honorige, aber nicht weniger sklerotische Jagdherr von Sarau irritiert mit seiner unberechenbaren Schwerhörigkeit nicht nur seine treu ergebene Tochter Corinna, die stets bereit ist, ihrem Vater jeden Wunsch von den Augen abzulesen, sondern auch die übrigen Waidgenossen. Starsinnig besteht er darauf, vor seinem Ableben noch einen letzten Hirsch zu erlegen. Einen solchen gibt es im Revier nicht einmal mehr als Wechselwild. Doch die Bemühungen der getreuen Jagdfreunde kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, das Unmögliche doch noch möglich zu machen.

Die Sache wird ernst, als zwei der Waidgenossen nach einer durchzechten Nacht und einem Bordellbesuch Jagd auf einen vermeintlich streundenden Hund machen und dabei das Leben einer Mutter mit zwei Kindern in Gefahr bringen. Nur einer merkwürdigen Verkettung der Ereignisse ist es zu verdanken, dass sich ein „schwarzes Schaf“ für den Vorfall findet, das die eigentlichen Täter vor einer Strafverfolgung bewahrt.

Dank eines glänzend aufgelegten Hauptdarstellers (Karl Schönböck) ist dieser Film ein witziger Spaß. Dies ist eine Satire nicht nur über die Jagd an sich, sondern über Jäger in Deutschland, die selbst ernannten Herren über die Natur und ihre selbsternannten Richter, die Tierfreunde und Naturschützer.

Satire von Joachim Roering, Deutschland 1994, ZDF

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