Presseschau: Potenzial und Status Quo der Weißtanne (Freie Presse)

Die Weihnachtsmärkte öffnen. Bald werden wir uns grüne Nadelbäume in die Stube holen und mit Lichtern schmücken um die dunkle Jahreszeit zu überbrücken, vorzugsweise Tannen. Die Freie Presse analysiert vor diesem Hintergrund den aktuell trostlosen Zustand der heimischen Weißtanne in sächsischen Wäldern, trotz ihres großen Potenzials für eine zukünftige Waldgeneration. Dabei werden auch zu hohe Wildbestände erwähnt – jedoch nur das Rehwild. Hier geht es zum Artikel.

Wir hatten diese Situation bereits im April unter die Lupe genommen.

 

Die Weißtanne und der Rothirsch – nur eine dieser Arten steht tatsächlich auf der Roten Liste

Kahlschlagwirtschaft und Rauchschäden haben einst weitläufig den Rückgang der Weißtanne in Sachsen eingeläutet. Heute findet man im ganzen Bundesland nur noch 2000 vereinzelte Altbäume. Würde man diese alle zusammenstellen, entspräche das einer Fläche von weniger als 10 Hektar.

Sowohl der Kahlschlag als auch die Rauchschäden gehören heute in Sachsen der Vergangenheit an. Indessen wird man sich wieder der Vorteile der Weißtanne gegenüber der dominierenden Fichte bewusst: sie erzielt eine vergleichbare Wuchsleistung und produziert ebenwertiges, geradlinig wachsendes Bauholz. Sie durchwurzelt den Boden tiefer, ist damit besser gegen Sturm geschützt und hält mehr Wasser zurück – beste Voraussetzungen für den Schutz gegen die nächste Flut. Auch für den Klimawandel ist sie gewappnet: die Weißtanne kommt mit deutlich weniger Niederschlägen zurecht. Obendrein sind ihre Nadeln leicht verdaulich für Mikroorganismen und versauern den Boden nicht zusätzlich. „Die Weißtanne und der Rothirsch – nur eine dieser Arten steht tatsächlich auf der Roten Liste“ weiterlesen